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FAQ

Nachfolgend finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen. Sollten Sie weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns bitte direkt.


Verschlechtert eine PE in ein Melanom dessen Prognose?
Die bisher größte Studie über dieses Thema ergab, dass Inzisionsbiopsien in Melanome keinen signifikanten Einfluss auf Melanom-bedingten Tod hatten. Allerdings ist die histologische Beurteilbarkeit einer solchen PE stark eingeschränkt.
Bong JL; Herd RM; Hunter JA; Incisional biopsy and melanoma prognosis: J Am Acad Dermatol 2002 May;46(5):690-4


Was bedeutet histographisch kontrolliert?
Wird ein Gewebestücke vom Operateur mit einem Schnitt, einem Farbstoff oder einem Faden markiert, so kann der Histologe an Hand dieser Markierungen exakte Angaben darüber machen, ob ein Tumor komplett entnommen wurde, oder wo eventuell Tumorreste verblieben sind. Die Markierung dient dabei als Festpunkt. Siehe auch „ Gewebeentnahme“.


Wo entnehme ich Gewebe für eine direkte Immunfluoreszenz (DIF)?
Schauen Sie unter Diagnostik/Direkte Immunfluoreszenz bzw. drücken hier


Muss nach der Probenentnahme für eine direkte Immunfluoreszenz (DIF) das Gewebe geteilt werden?
Schauen Sie unter Diagnostik/Direkte Immunfluoreszenz bzw. drücken hier


Beeinträchtigen Steroide das Resultat einer direkten Immunfluoreszenz?
In aller Regel führen Behandlungen mit topischen oder systemischen Steroiden bei der direkten Immunfluoreszenz zu einem falsch negativen Ergebnis.


Warum kann die Histologie nicht zwischen Kontaktekzem, atopischem Ekzem, Id- Reaktion, mikrobiellem Ekzem und photoallergischer Dermatitis unterscheiden?
Es gibt bestimmte histologische Muster, die eine weitere Einengung der klinischen Differentialdiagnose nicht ermöglichen. Hier kommt man aber mit der Korrelation von Klinik und Histologie meist zur spezifischen Diagnose.


Verändert die Art der Lokalanästhesie die Histologie?
In aller Regel hat die Art der Lokalanästhesie keinen Einfluss auf die histologisch zu beurteilende Morphologie.


Muss ich bei der Entnahme unter der Fragestellung Pannikulitis/Erythema nodosum etwas Besonderes berücksichtigen?
Bei diesen wie allen weiteren Erkrankungen, die das Fettgewebe betreffen, sollte die Gewebeprobe ausreichend Fettgewebe zur histologischen Beurteilung enthalten. Bitte entnehmen sie das Gewebestück tief genug.


Wie zuverlässig ist die PCR in der Hautprobe bei der Borreliose?
Richtig positive Ergebnisse finden sich bei ca. 50%-60% der Borrelien-DNA enthaltenden eingesandten Gewebeproben. Dieser recht schlechte Wert resultiert überwiegend aus einer Überfixation des Materials. Ideal ist bei frühen Stadien der Borreliose daher der Versand der Gewebeprobe für die PCR in NaCl, da das Bakteriengenom bei der Fixation stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Je später das Stadium der Borreliose, desto höher ist der Anteil richtig positiver PCR Ergebnisse. Bei Fragestellungen zu Mykobakteriosen und viralen Erregern ist die Trefferquote deutlich höher.


In was werden die Proben fixiert?
In unsere Versandröhrchen füllen wir Finefix, ein überwiegend auf Alkoholbasis bestehendes Fixativ. Damit können wir das Arbeiten mit dem toxischen Formaldehyd komplett ersetzen. Finefix ist auch hinsichtlich der Sensibilität in der IH und 8CR Formaldehyd überlegen.


Warum geben einige Histologen Tumordicke und Clark level auch bei Karzinomen und Basaliomen an?
Tumordicke und Eindringtiefe haben auch beim Plattenepithelkarzinom direkte prognostische Bedeutung.
Petter G; Haustein UF; Pathohistologische und klinische Prognosefaktoren beim Plattenepithelkarzinom der Haut. Hautarzt 1999 Jun;50(6):412-7.
Griffiths RW; Feeley K; Suvarna SK; Audit of clinical and histological factors in primary invasive squamous cell carcinoma of the skin:…
Br J Plast Surg 2002 Jun;55(4):287-92.
Bei inkomplett entfernten Basaliomen oder Probeexzisionen daraus können sich in Abhängigkeit der Tumordicke alternative nichtoperative Therapieoptionen eröffnen.


Woher bekomme ich das Versandmaterial?
Das Versandmaterial für die Histologie können Sie telefonisch, per Fax oder per E-Mail  bei uns bestellen.


Ist die solare Präkanzerose ein Carcinoma in situ?
Aktinische bzw. solare Präkanzerosen werden heute als frühe in-situ Plattenepithelkarzinome (Carcinoma in situ) definiert. Es finden sich die gleichen morphologischen und genetischen Veränderungen wie beim invasiven Plattenepithelkarzinom.